Der erste Engagement Report von Inrate zu kotierten Schweizer Immobilienfonds zeigt, wo der Sektor heute steht und weshalb Engagement in dieser Anlageklasse an Bedeutung gewinnt. Auf Basis vertiefter Dialoge mit fünf Fonds verdeutlicht der Bericht eine hohe Gesprächsbereitschaft auf Managementebene, insbesondere bei klimaspezifischen Fragestellungen. Gleichzeitig werden jene Bereiche aufgezeigt, in denen langfristig angelegtes Stewardship weiterhin zentral bleibt.
Zentrale Erkenntnisse
- Hohe Dialogbereitschaft, unterschiedlicher Reifegrad: Alle Fonds zeigten sich offen für den Austausch, auch wenn Engagement für viele neu war. Der Reifegrad der Nachhaltigkeitspraktiken variiert jedoch deutlich zwischen den Themenfeldern.
- Klimastrategie in der Unternehmensführung verankert, Scope 3 weiterhin herausfordernd: Klimabezogene Governance-Strukturen sind weitgehend etabliert. Die Erfassung und Steuerung von Scope 3 Emissionen, insbesondere grauer Emissionen, bleibt jedoch anspruchsvoll.
- Ressourcenverbrauch und Biodiversität mit hohem Entwicklungspotenzial: Kreislaufwirtschaft, Biodiversität, Flächennutzung sowie der Ressourcenverbrauch der Mieterschaft weisen den grössten Handlungsbedarf auf.
- Gemischtes Bild bei der Lebensqualität: Gute Anbindungen an den öffentlichen Verkehr stehen begrenzten Massnahmen im Bereich Bezahlbares Wohnen und Mieterzufriedenheit gegenüber.
- Klare Ausgangsbasis für künftige Engagement-Zyklen: Die Bewertungen 2025 bilden die Grundlage für eine systematische Fortschrittsmessung und eine stärkere Verankerung von Verantwortung über die Zeit.
Das erste Engagement Jahr mit Immobilienfonds bestätigt: Gezieltes, langfristiges Engagement ist entscheidend, um Nachhaltigkeitswirkungen zu verbessern und die Resilienz der Schweizer Immobilienportfolios nachhaltig zu stärken.
Contributor

Glen Boschi
Head of Engagement

